12 erprobte Tipps und Tricks für ein sicheres Notenlesen

Klavier unterrichten Blog, Carina Busch, Notenlesen lernen

Ist es sinnvoll oder stupider Drill wenn das Notenlesen mit Kärtchen geübt wird? Meiner Erfahrung nach kann es Spaß machen und effektiv sein – es kommt darauf an WIE du es machst. Die Aktion „One Minute Challenge“, die ich dir heute vorstelle, kostet nur wenige Minuten Unterrichtszeit und kitzelt den Ehrgeiz deiner Schüler.

Was genau das ist? In der One Minute Challenge (challenge = Herausforderung) zeigst du deinen Schülern eine bestimmte Auswahl an Notenkarten, die sie dann benennen und am Klavier spielen. Ziel ist es, dass sie alle Karten innerhalb einer Minute schaffen.

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Wie deine Schüler superschnell und motiviert ihr neues Stück lernen

Ein neuer Tipp fürs Klavier üben, Klavier unterrichten, Klavierblog von Carina Busch, Klavierpaedagogik entdecken.de

Als Schülerin musste ich die Stimmen jeder Hand perfekt beherrschen bevor ich beide Hände zusammenspielen durfte. Mich hat diese Methode unglaublich ausgebremst, zuerst fand ich es sehr langweilig so lange einzeln zu üben und habe für das Lernen ewig gebraucht. Später, als ich es dann endlich kombinieren durfte, war ich richtig deprimiert, da meine Finger plötzlich nicht mehr wussten  was sie tun sollten und ich eigentlich wieder ganz von vorne anfing.

Heute weiß ich, dass dieser Weg totaler Quatsch ist und es nichts bringt, wenn die einzelnen Hände bis zur Perfektion geübt werden. Für das Gehirn sind es völlig andere Informationen ob die Hände einzeln oder zusammen spielen.

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8 schöne und einfache Pedalstücke, die du bestimmt noch nicht kennst

8 wunderschöne Pedalstücke für den Klavierunterricht, Klavierblog, Carina Busch

Auf der Suche nach neuen Stücken? Diese acht Pedalstücke für die frühe Mittelstufe sind aus meinem Unterricht und den Schülerkonzerten nicht mehr wegzudenken. Alles Stücke, die dem Schüler Spaß machen und ihn besser wirken lassen, als er eigentlich spielen kann.

Ich stelle sie dir alle einzeln vor, verrate wo du diese Stücke bestellen kannst und am Ende des Artikels findest du einen Link zu einer YouTube-Playlist mit allen Stücken um Anhören. Damit du besser Nachschlagen kannst, gibt es außerdem eine Übersicht zum Ausdrucken.  

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8 Tipps für eine schöne Fingerhaltung

Klavier unterrichten, die richtige Fingerhaltung und Klaviertechnik auf klavierpaedagogikentdecken.de

Wie oft bist du schon verzweifelt, wenn deine Schüler mal wieder die „runden“ Finger vergessen?

Ich habe hier meine besten Tipps für dich zusammengetragen.

Die Finger verbinden uns mit dem Klavier und sind für ein musikalisches Spiel sehr, sehr wichtig.Deshalb sollte das früher oder später einfach gut werden!

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Clever Üben – Tipp # 2: Das Rhythmus-Klopfen

Klavier ueben, Tipps fuer den Rhythmus auf klavierpaedagogikentdecken.de

Unsere aktuelle Schülergeneration ist anders als wir. Die kommenden werden anders sein. Und sie brauchen besonders effektive Übe-Strategien.

Für ihre Motivation und eine zunehmende Selbständigkeit am Klavier sollten sie aktiv im Unterricht und Zuhause mitdenken können.

Damit du deine Schüler optimal fördern kannst, stelle ich in der Clever Üben – Serie erprobte und gut nachvollziehbare Übe-Tipps vor.

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Praktische Unterrichtsplanung: Ein schneller Überblick über deine Klasse

Klavier unterrichten und planen auf klavierpaedagogikentdecken.de

Möchtest du deine Ferientage mit Unterrichtsplanung verbringen? Wahrscheinlich nicht. Doch wenn wir es nicht tun, kann es ein sehr holpriger Start werden… Unter Zeitdruck neue Stücke suchen macht keinen Spaß.

Wie wäre es, wenn du deine Planung möglichst schnell machen könntest und dabei alle Schüler auf dem Schirm hättest?

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Clever Üben – Tipp # 1: Welche Übe-Phasen durchläuft ein Stück?

Uebe-Tipps fuer Schueler auf Klavierpaedagogikentdecken.de, Klavier unterrichten

Wie selbstständig und erfolgreich üben deine Schüler?

In der Clever Üben Serie möchte ich bewährte und effektive Strategien vorstellen,  die deine Schüler recht selbstständig einsetzten können.

Doch zuerst sollte dein Schüler wissen, wo er sich gerade überhaupt befindet. Dann kann er sich die Übe-Strategien heraussuchen, die ihn weiter bringen.

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Clever Üben – Strategien für Generation Z

Klavier unterrichten: Uebe-Tipps auf klavierpaedagogikentdecken.de

Unsere Schüler sind von klein auf mit digitalen Medien vertraut. Sie wissen, wo sie schnell an Informationen kommen und kommunizieren rege miteinander. Sie wirken sehr selbständig, sind ein hohes Tempo gewohnt und äußern offen was sie interessiert oder was ihnen nicht passt. Die Generation Z.

Dies ist eine Entwicklung, die unaufhaltsam ist und die alle, auch uns Instrumentallehrer, zu neuen Ansätzen in unserem Unterricht anregen sollte. Um unsere heutigen Schüler anzusprechen und zum Üben zu motivieren, benötigen wir einen anderen Unterricht als den, den wir selber erlebt haben.

Das Üben ist ein zentraler Punkt im Erlernen eines Instrumentes. Deshalb möchte ich dir in der „Clever Üben“- Serie ein System mit Strategien vorstellen, die für deine Schüler gut nachvollziehbar und effektiv sind.

Unterricht mit Generation Z

Die Generation Z sind laut Wikipedia alle, die nach 2000 geboren sind. Sie wachsen ganz selbstverständlich mit digitalen Technologien auf, während wir uns nach und nach damit konfrontiert sehen – und uns darauf einlassen oder ausweichen. Welche genauen Auswirkungen dies noch haben – und was in Zukunft noch kommen wird – ist nicht abzusehen.

Wenn ich versuche, die Situation meiner Schüler mit meiner eigenen Kindheit zu vergleichen, finde ich schon, dass die heutige Generation flexibler, direkter, selbständiger und ungeduldiger geworden ist.

Wie wirkt sich das auf unseren Unterricht aus?

Müssen wir unsere Ansprüche herunter schrauben?

Ist Pop-Musik die ultimative Lösung?

Tippen wir hinterher mehr am Tablet als auf der Klaviatur?

Vor allem:

Wird aus dem „klassischen“ Klavierunterricht also mehr und mehr eine musikalische Bespaßung?

Ich hoffe nicht!

Meiner Meinung nach wird Musik immer faszinieren! Musik berührt jeden Menschen und begleitet ihn ein Leben lang. Und ich glaube, dass eigenes Musizieren auch weiterhin interessant für die heranwachsenden Kinder sein wird.

Ich denke, dass wir weiterhin sehr viel Freude und Erfüllung im Instrumentalunterricht erfahren können – vorausgesetzt wir nehmen den Wandel um uns herum an und denken intensiv über unsere Wege der Vermittlung nach.

Anders als unsere Lehrer unterrichten

Dies soll keine Respektlosigkeit bedeuten, doch nicht nur die Technik, sondern auch die Pädagogik hat sich weiter entwickelt!

Doch manches hält sich noch unbewusst oder wurde noch nicht hinterfragt.

Welche Methoden und Strategien sind nicht mehr zeitgemäß?

An welchen sollten wir festhalten?

Auf das Üben bezogen denke ich, dass es bei mir in der Kindheit vor allem um die Dauer ging. Je länger ich spielte, umso besser wurde ich. Logisch. Oder…?

Eine schwierige Stelle wurde tausendmal gespielt. Irgendwann würde es schon funktionieren. Ja, sie wurde besser. Doch meine Unsicherheit blieb und in den Konzerten spielte ich weiterhin mit vielen Fehlern. Angesichts von Aufwand und Ergebnis sank meine Motivation.

Unsere Schüler haben diese unzähligen (und überflüssigen) Übestunden heute nicht mehr zur Verfügung – und ehrlich gesagt – möchte ich ihnen dies auch ersparen.

„Work smart – not hard“

Genau darum geht es in „Clever Üben“. Sinnvolle Strategien und Gewohnheiten, die an das gewünschte Ziel führen.

Leichter wird das Üben dadurch nicht – aber erfolgreicher. Fleiß und Konzentration lassen sich nicht ersetzten. Nur so funktioniert Lernen.

Sinnvolles Üben erfordert Geduld. Gar nicht einfach, wenn jede Information nur ein paar Klicks entfernt scheint, Online-Bestellungen teilweise schon am nächsten Tag ankommen oder nicht sofort eine Antwort auf die WhatsApp oder E-Mail kommt. Es droht schnell die Gefahr von Frustration.

Deshalb ist es wichtig, dass unsere Schüler den Sinn hinter den Strategien verstehen und anfangen mitzudenken.

Früher habe ich mich total auf meinen Lehrer verlassen und brav getan, was er sagte. Die Generation Z sollte viel aktiver in den Unterricht einbezogen werden.

Klavier unterrichten: Uebe-Tipps auf klavierpaedagogikentdecken.de

Ziele von „Clever Üben“:

  1. Verstehen des Lernprozesses
  2. Realistische Erwartungen an sich selbst
  3. aktives Mitdenken
  4. gute Übeergebnisse

Diese Ziele finde ich für unsere heutigen Schüler und zukünftige Pianisten sehr wichtig. (Pianisten im Sinne von Klavierspielern, die ein Leben lang gern spielen und sich für Musik interessieren.)

Diese Einstellungen und Verhaltensweisen werden unseren Schülern übrigens auch in vielen anderen Lebensbereichen von Nutzen sein.

Ausblick

Nach und nach werde ich die „Clever Üben“-Bausteine hier vorstellen. Alle Strategien nutze ich täglich mit meinen Schülern.

Ich möchte dir helfen, bekannte Techniken in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Damit unsere selbständigen und neugierigen Schüler sie gut verstehen und anwenden können.

Ich wünsche dir viel Freude und schöne Unterrichtsstunden!

Instrumentalunterricht richtig vorbereiten – Teil 3: Die Hausaufgaben für deine Schüler

Klavier unterrichten: richtig gute Hausaufgaben aufschreiben, das Ueben gelingt mit klavierpaedagogikentdecken.de

Ich habe heute noch die kleinen Oktavhefte, in die meine erste Lehrerin meine Hausaufgaben notierte. Da steht kaum etwas auf den Seiten… Das Datum, meine Stücke, vielleicht noch eine Tonleiter – fertig! Wie mag ich damit wohl geübt haben?

Heute geht es um ein super wichtiges Hilfsmittel für deinen erfolgreichen Unterricht. Also – es kommt darauf an, was du damit machst!

Noch mehr Hausaufgaben (stöhn!)

So klingt das, wenn ich in der Stunde von „Hausaufgaben“ rede…

Nach deiner Evaluation und der Planung ist nun dein Schüler am Zug. Doch wie gelingt es ihm gut zu Üben? (Zu meiner Clever Üben-Serie geht es übrigens hier entlang…)

Ganz kurz, je genauer du ihm alles aufschreibst, umso besser weiß er was zu üben ist.

Jetzt bist du mit dem Stöhnen an der Reihe. Wann sollst du das alles denn aufschreiben?

Ganz einfach:

Schreibe die Hausaufgaben VOR der Stunde!

Genau! Diese Idee ist nicht von mir, sondern ich habe sie auf dem Blog der New School of Music Study entdeckt.

Frances Clark und die New School of Music

Kleiner Exkurs: Die amerikanische Klavierpädagogin  Frances Clark hat 1960 die „New School of Music Study“ als  Forschungs- und Ausbildungszentrum gegründet. Dort werden bis heute die Lehrmethoden bezüglich ihrer Effektivität evaluiert und weiterentwickelt und Lehrer können sich nach dem Abschluss weiter ausbilden lassen. Ihr haben wir u.a. die Vornotation und das Spielen auf schwarzen Tasten zu verdanken. Außerdem die Nutzung der kompletten Tastatur von Anfang an, das intervallische Lesen und das Lesen mit Hilfe von Ankernoten (alle C´s, aber auch F´s und G´s).

Schau doch mal auf die Homepage des Frances Clark Center, dort kannst du auch das digitale Abo des „Clavier Companion“ (12,99$/ Jahr) bestellen. Ich kenne kein vergleichbares Fachmagazin, das so aktuell, gut verständlich und praxisorientiert ist.  Das Englisch ist recht gut zu verstehen.

Ok, was passiert nun vor dem Unterricht?

Die vorbereitete, doppelte Übe-Liste

Die Übe-Liste wird von den Lehrern der New School während der Planung zur nächsten Stunde geschrieben. So sind die Ziele der Stunde klar und es bleibt mehr Zeit für den Unterricht.

Entweder wird die Liste in doppelter Ausführung vor der Stunde ausgedruckt oder sie wird mit Hilfe eines PC´s in der Stunde angepasst und ausgedruckt.

Ich nutze die erste Variante und lege Karbonpapier zwischen die Duplikate, alles gut befestigt auf einem Klemmbrett. Während der Stunde ergänze ich nach Bedarf meine Hausaufgaben und diese Änderungen landen durch das Karbonpapier auf meiner Kopie.

Genial, oder? Ich schreibe nur einmal, habe aber nach der Stunde das Original für den Schüler und ein Duplikat für mich.

Das Duplikat hilft mir beim Protokoll ergänzen, da steht alles drauf und es geht viel schneller. Und die nächste Übe-Liste ist auch ratzfatz fertig.

Klavier unterrichten: mit der Liste gelingt das Ueben!

Für das Schreiben einer Übe-Liste benötigst du nur drei Minuten!

Ist es dir aufgefallen? Ich nenne die Hausaufgaben lieber Übe-Liste. „Hausaufgaben“ klingen so nach Schule und Pflicht. Natürlich ist das Üben in unserem Unterricht auch Pflicht, doch es ist freiwillig und macht – wenn es gut läuft – richtig Spaß.

Warum solltest du vorher Zeit für die Übe-Liste opfern?

Du notierst die Übeanweisungen viel genauer als in der Stunde, wo Multitasking angesagt ist. Denke daran, dein Schüler übt sechs Tage lang allein. Ok, vielleicht auch weniger… aber wenn er übt, sollte er auch wissen wie.

Es ist einfach entspannter und erleichternd schon irgendwo etwas stehen zu haben. Eine Unterrichtsstunde dauert ja nicht ewig. Das Ergänzen geht super schnell.

Du hast immer ein Exemplar der letzten Übe-Liste da. Egal ob dein Schüler die mal vergessen hat, der Hund sie zerfetzt hat oder sie hinters Klavier gerutscht ist – du bist vorbereitet!

Wenn die Zeit nicht reicht, kannst du deinen Schüler bitten ein neues Stück zu Hause allein zu beginnen. Es steht bereits mit den ersten Schritten auf der Übe-Liste.

Die Übe-Liste sorgt für dein Vorwärts denken. Du hast auf der Übe-Liste quasi deine Planung stehen und möchtest sie auch umsetzten.  Dein Schüler darf in seinem Tempo Fortschritte machen, doch DU führst die Stunde. Mich motiviert die Liste ganz deutlich dazu, die Unterrichtszeit noch besser auszunutzen und damit auch mehr zu schaffen.

Hier kannst du dir zwei Versionen herunterladen:

Auf der DinA4-Seite ist außerdem noch ausreichend Platz für technische Übungen und Wiederholungsstücke. Dies sind bereits abgeschlossene Stücke, die dein Schüler gerne spielt und die seine Übezeit noch ein bisschen verlängert.

Kleiner Rückblick

Erinnerst du dich? Im ersten Teil (Evaluationen) habe ich Anselm Ernst zitiert.

Mit dem Planungskreislauf aus Evaluation, Planung, Protokoll und Übe-Liste hast du alle Ziele und die Entwicklung deines Schülers im Blick. Das ist für mich  „zielstrebiges, planmäßiges, ökonomisches, systematisches Handeln.“ (A. Ernst: Was ist guter Instrumentalunterricht, S. 22)

Und für meine Schüler nehme ich mir gerne etwas Zeit.

Ich bin sehr gespannt, was du nun über Unterrichtsplanung denkst. Magst du deine Gedanken vielleicht mitteilen? Für alle in den Kommentaren oder auch ganz privat an mich direkt per E-Mail? Ich würde mich freuen!

Fragen sind ebenfalls immer willkommen!

Instrumentalunterricht richtig planen – Teil 2: Planung und Protokoll

Klavier unterrichten mit dem richtigen Plan auf klavierpaedagogikentdecken.de

Ich weiß, klingt nicht so spannend…

Wie wäre es denn mit Zeit sparen?

Die Planung des Unterrichts und das Protokolle schreiben erleichtern dir deinen Alltag ungemein. Mit etwas Routine lässt sich ganz einfach der Unterricht für alle Schüler planen. An einem Tag!

Du hast in deinem Unterrichtsalltag viel mehr Ruhe, bist zufriedener und wirkst auf jeden Fall ganz schön professionell und organisiert.

Heute geht es also um die Umsetzung deiner Ziele. Die Vorbereitung der nächsten Stücke, ein bestimmtes Lernfeld einführen oder die Arbeit an Schwächen des Schülers. Falls du die Evaluationen gemacht hast, wirst du genügend Ideen haben…

Kurz zur Erinnerung:

Der Planungs-Kreislauf

  1. Evaluation: Beurteile den aktuellen Entwicklungsstand des Schülers
  2. Planung: Überlege dir Ziele und einzelne Schritte mit passenden Strategien, um diese zu erreichen.
  3. Protokoll: Notiere die folgenden Wochen die Entwicklung und Ereignisse der Stunden.
  4. Evaluation: Werte aus, ob die Ziele erreicht wurden. Formuliere einen neuen Entwicklungsstand.

Dann legen wir mal los…

Deine Unterrichtsplanung

1. Entscheide WIE du deine Planung notieren möchtest.

Handschriftlich in einem Heft, auf einem Zettel oder am PC, Planung und Protokoll zusammen oder getrennt – alles ist möglich und sehr individuell. Ich habe schon sehr viele Versionen von Protokollen und Listen probiert… Such dir das aus, was du am besten findest und entwickle nach und nach deine eigene Art der Planung.

Aktuell nutze ich Excel von Microsoft. Pro Unterrichtstag habe ich eine Datei angelegt und jeder Schüler hat darin seine eigene Tabelle. So muss ich nicht sechs Dateien pro Tag öffnen, sondern nur eine.

Hier habe ich ein Beispiel für dich:

Klavier unterrichten: wie du mit etwas Planung und einem Protokoll deine Schueler optimal foerdern kannst

So fasse ich Planung und Protokoll zusammen. Auf der linken Seite protokolliere ich die Stunden und rechts ist Platz für geplante Literatur und Ziele.

2. Plane deinen Unterricht blockweise.

Einen Block bilden die zusammenhängenden Unterrichtsstunden zwischen zwei Ferien. Jedes Schuljahr besteht aus vier Blöcken, zwischen den Sommer- und Herbstferien, zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien, usw.

Die Unterrichtsblöcke sind unterschiedlich lang, doch das kannst du ja berücksichtigen. Die Ferien sind eine gute Zäsur und du hast Zeit zum Planen. An einem Tag kannst du schon viel schaffen und hast dann erstmal wieder lange Ruhe.

Außerdem ist es sinnvoll dir viermal im Jahr Gedanken zu machen. Planst du nur am Anfang des Schuljahres, sind deine Vorhaben früher oder später nicht mehr für den Schüler relevant. Dann hast du deine Zeit und Energie verschenkt.

3. Breche deine Ziele in einzelne Schritte herunter und überlege besonders gut wie du das Thema einführen möchtest.

Der erste Kontakt sollte für den Schüler immer positiv und machbar sein. Lieber zu einfach als zu schwer!

 

4. Notiere die nächsten Stücke und ihre Reihenfolge.

Entscheide wieder WIE du jedes Stück einführen möchtest. Die Eigenheiten des Stückes und des Schülers helfen dir. Das kann über den Rhythmus sein, über die Akkorde, den Charakter oder den Höreindruck, usw. sein.

Extra-Tipp für die Planung am PC:

Erstelle dir Literaturlisten.

Du willst ja Zeit sparen! Nimm das gleiche Dateiformat wir deine Planung hat und notiere dort die Stücke deiner Unterrichtshefte untereinander. In der Reihenfolge wie du sie für optimal findest.  Rechts neben dem Titel kannst du notieren welche Elemente zum Beispiel neu oder ungewohnt ist.

Diese Liste kopierst du dann in die jeweilige Schülerdatei und fertig.

 

Ein Protokoll – muss das wirklich sein?

Naja, es geht bestimmt auch ohne Protokoll, doch mit ist es einfach besser und professioneller.

Hast du dich schon mal gefragt, ob du genau das Gleiche nicht schon in der letzten Stunde erklärt und geübt hast? Im Protokoll kannst du nachsehen, den Schüler kurz daran erinnern und dann einen Schritt weiter gehen.

Oder kennst du diese Situation? Dein Schüler hat wieder zu wenig geübt und liefert dir eine gute Begründung. Du nickst verständnisvoll… aber Moment! Wie viele Wochen dümpelt der Unterricht schon dahin? Im Protokoll kannst du nachsehen und deutlich entschiedener auftreten – oder bei den Eltern nachfragen was los ist.

Dies hast du vielleicht auch schon mal erlebt: Es kommt die Frage auf, ob du auch genug Unterrichtsstunden gegeben hast. Manche Eltern ziehen gerne mal die von ihnen abgesagten Stunden ab. Im Protokoll kannst du nachsehen wie viele Stunden du dieses Schuljahr unterrichtet hast und aus welchen Gründen manche abgesagt wurden. Ja, das schreibe ich mir auf. Sicher ist sicher…

Habe ich dich überzeugt?

Was steht in einem Protokoll?

Oben stehen Name und Alter deines Schülers. Außerdem:

  1. Datum der Unterrichtsstunde
  2. Titel der Stücke. Dahinter notierst du, was besprochen wurde und den aktuellen Stand. Dafür kannst du Kürzel verwenden, zum Beispiel FS für Fingersatz RHY für Rhythmus oder ru Fi für runde Finger.
  3. Lerndauer in Wochen. Hinter dem Titel steht in einer Klammer die aktuelle Anzahl der Wochen. Daran lässt sich ablesen, wie lange dein Schüler für seine Stücke braucht, ob das ausgewählte Stück den richtigen Schwierigkeitsgrad hat, ob es ihm gefällt und er richtig und ausreichend übt.
  4. Anzahl der Übetage. Meine Schüler bekommen ihre Hausaufgaben jede Woche in Form einer hilfreichen Übe-Liste, als Gegenleistung bitte ich sie genau festzuhalten wann und wie oft sie geübt haben. Hier lässt sich wieder einiges ablesen – und dich vor allem reagieren, wenn es einfach zu wenig ist.
  5. Notizen zu allem was dir auffällt. Dies hilft dir bei der Vorbereitung und der Evaluation.  (Zum Beispiel schlechte Handhaltung, Schwierigkeiten bei Spielbewegungen, unsicheres Lesen etc.)

So schnell wie möglich!

Versuche möglichst viel in der Stunde zu protokollieren. Zum Beispiel wenn der Schüler gerade spielt oder am Ende der Stunde seine Sachen einpackt.

Vervollständige deine Notizen spätestens am folgenden Vormittag, sonst vergisst man einfach zu viel und nachmittags kommen ja schon die nächsten Schüler…

Eine ganz große Hilfe kann ist die vorbereitete Übe-Liste, die ich dir im nächsten Artikel vorstellen möchte.

 

Und? Was denkst du jetzt über die Unterrichtsplanung und das Protokollieren? Gar nicht so aufwändig, oder?