Klaviernoten: Motivierende Stücke von Jennifer Eklund

Noten-Tipp für den Klavierunterricht: motivierende Popmusik von Jennifer Eklund

 

Zeitlose Popmusik – gibt es das?  Ja! Ich möchte dir heute einige schöne Stücke vorstellen, die bei meinen Schülern richtig gut ankommen.

Jennifer Eklund ist eine amerikanische Klavierpädagogin und Komponistin, die im Eigenverlag ihre Methode „Piano Pronto“, tolles Zusatzmaterial und inzwischen auch weitere Lehrer, die komponieren, veröffentlicht. Ihre Methode ist sehr beliebt und ich verwende sie inzwischen oft in meinem Unterricht. Vorletztes Jahr hat sie das Unterrichten aufgegeben und konzentriert sich ganz auf das Komponieren und ihren Verlag. Sie betreut außerdem eine große Piano Pronto Gruppe auf Facebook mit fast 2.400 Mitgliedern.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, doch ich unterrichte Popmusik genauso gerne wie klassische Musik und möchte beides auf sinnvolle Art in meinen Unterricht einbringen. Pop ist den Schülern einfach vertraut und damit erreiche ich sie.

Die Stücke von Jennifer Eklund klingen wirklich toll sind eine optimale Rhythmusschulung – spätestens dann verstehen meine Schüler  die Notwendigkeit des lauten Zählens. Außerdem mag ich selbst gern Popmusik und spiele ihre fortgeschrittenen Stücke  zwischendurch zum Einspielen oder einfach zum Entspannen.

Falls du dich bisher nicht so auf Pop einlassen konntest, wären diese Stücke eine tolle Gelegenheit.

Eklunds Kompositionen klingen vielen Schülern vertraut, denn sie verwendet bekannte Harmonien und Rhythmen. Die Stücke enthalten Rhythmus-Muster, die häufig wiederholt und damit gut verinnerlicht werden können. Da ihre Stücke nicht in den Charts sind, können sie weder „in“ noch „out“ sein und können langfristig im Unterricht eingesetzt werden.

Heute möchte ich dir also 12 Stücke aus dem Zusatzmaterial vorstellen. Die Stücke sind meistens in einem ihrer Hefte zu finden, doch du kannst sie auch einzeln kaufen. Falls du dich noch nicht an das Bestellen in Amerika ran traust, versuche es doch zuerst mit den Downloads. So musst du dir keine Gedanken über den Zoll machen und vor allem nicht warten!

Noten-Tipp für den Klavierunterricht: motivierende Popmusik von Jennifer Eklund

 

Ich habe pro Schwierigkeitsgrad vier Stücke ausgesucht, damit bekommst du schon einen guten Eindruck, doch es gibt natürlich noch viel mehr bei Jennifer zu entdecken. Übrigens gibt es viele Stücke in vereinfachter und originaler Version. Hinter der Beschreibung findet ihr einen Link zur Piano Pronto-Seite, dort kannst du dir die Noten ansehen und parallel anhören. Scrolle etwas runter, dann findest du unter der Abbildung des Covers die Aufnahme („See and listen“) und die Noten („Take a look inside“). Starte zuerst die Aufnahme, verlasse das Feld und öffne dann die Noten-Vorschau. Unter „Watch the video“ kannst du Jennifer übrigens auch in Aktion erleben.

Late Beginner – später Anfänger

Quint-Begleitung, Synkopen, Lagenwechsel

1. Someday

2. On my way

3. Hold on

4. No limits

Early Intermediate – Anfang Mittelstufe

Begleitung mit Quinten und Oktaven, Synkopen, Triolen, Übergreifen, Akzente

5. Beautiful memories

6. End Game

7. Guilty as charged

8. Oh snap!

Intermediate – Mittelstufe

punktierte Achtel, Sechzehntel, Wechsel der Tonart, Intervalle rechts, Arpeggien

9. Dreamweaver

10. New Horizons

11. Long Road Home

12. Sky´s the limit

Bestellung

Ich empfehle dir, dass du zuerst eine Single User-Version kaufst. So kannst du das Stück selber spielen und mit dem ersten Schüler testen.

Gefällt dir das Stück und möchtest du es in dein Unterrichtsrepertoire aufnehmen, dann kaufe bitte noch die Unlimited reproductions-Version. Davon kannst du so viele Drucke machen wie du möchtest.

Jennifer Eklund hat ja auch ihre Miete zu bezahlen…

Lohnt sich die Bestellung der Bücher?

Ich nutze ihre Piano Pronto-Methode gern und bestelle etwa einmal pro Jahr Nachschub. Das Porto lege ich auf alle Hefte um und je nach Dollarkurs liegen sie dann bei ca. 13,- Euro. Ein deutsches Heft ist nicht günstiger – und der Band einer Methode erst recht nicht.

Die Sammelbände bestelle ich nicht mehr, mit den Downloads kann ich gezielter die Hits auswählen.

Notenlesen üben – effektiv und motivierend

Notenlesen üben, effektiv und motivierend auf klavierpaedagogikentdecken.de

Hand aufs Herz – wie sicher sind deine Schüler im Notenlesen?

Und wann habt ihr es das letzte Mal trainiert?

Wenn ich ehrlich bin, bleiben meine schön laminierten Notenkärtchen oft unangetastet. Lieber spielen wir Stücke… Doch nach den Osterferien habe ich sie endlich herausgeholt und bemerkt, dass meine Schüler die Noten zwar erkennen, doch oft viel Zeit zum Überlegen brauchen. Viel zu viel Zeit…

Da musste eine Lösung her! Die

One Minute Challenge

Ein regelmäßiges und effektives Notenlese-Training.

Alle Informationen und Materialien findest du dazu in diesem Artikel.

Absolutes und relatives Notenlesen

Beginnen wir aber von vorn. Im Leseprozess spielen viele Dinge zusammen. Die Notenkärtchen trainieren das absolute Lesen, dies ist z.B. für das Erkennen des ersten Tons und bei Lagenwechseln hilfreich.

Doch in einem Stück stehen die Töne in Bezug zu einander, so dass nicht jeder Ton gelesen, sondern oft durch die Verbindung mit einem anderen Ton erkannt wird. Dies ist das relative oder das intervallische Lesen, das z.B. oft innerhalb einer Phrase genutzt wird.

Beide Lesevorgänge sind wichtig – im heutigen Artikel geht es um das absolute Lesen.

Das effektive Training zum sicheren Notenlesen

Wenn du diese Aktion einmal jährlich mit allen Schülern machst, profitierensie das restliche Jahr davon!

Die One Minute Challenge oder „Eine Minute Herausforderung“ ist, dass deine Schüler ihre Töne innerhalb von einer Minute benennen und am Klavier anschlagen.

Wer es dreimal schafft, hat die Challenge gewonnen und bekommt als Bestätigung eine Urkunde.

 

Die Anfänger profitieren von diesem Training, da sie den Überblick  über den immer weiter wachsenden Tonraum behalten und recht schnell ein Erfolgserlebnis haben.

Die Schüler in der Mittelstufe befinden sich in einer anderen Situation: Sie üben mehrere Wochen an ihren Stücken, also sehen sie längere Zeit keine „frischen“ Noten und einige Töne werden nach und nach vergessen. Die Notenkärtchen graben diese wieder hervor und alle Töne sind dann wieder sicher.

Unsichere Schüler, die durch den Zeitdruck völlig aus dem Konzept kommen sollten erst bei großer Sicherheit getestet oder vielleicht ganz ausgenommen werden. Auf der anderen Seite denke ich, dass sie hier im geschützten Raum ihre Belastungsfähigkeit trainieren können.

Wirklich fortgeschrittene Schüler der Oberstufe benötigen die Challenge natürlich nicht, die kennen alle Töne!

Einteilung der Stufen

Ich habe mir folgende Stufen überlegt:

  • Stufe 1: f bis g1 (mittlere C-Lage)
  • Stufe 2: c bis c2 (außerdem die „Hilfslinientöne“ d1 im Bass- und h im Violinschlüssel)
  • Stufe 3: F bis g2 (Hilfslinientöne d1 und e1 im Bass- und h und a im Violinschlüssel)
  • Stufe 4: C bis c3 (Hilfslinientöne d1, e1 und f1 im Bass- und h, a und g im Violinschlüssel, da es sehr viele Karten sind, nehme ich einige Töne aus der kleinen und eingestrichenen Oktave heraus, maximal sind es 30 Karten)

Vorbereitung

Ein paar Worte zur Organisation: Teile deine Schüler in die passende Stufe ein. Falls du unschlüssig bist, wähle besser die leichtere Stufe.

Kündige die One Minute Challenge vorab an und lasse deine Schüler zwischen den klassischen Notenkarten oder einer kostenpflichtigen App entscheiden.

Ich habe für das Üben zu Hause sowohl ein Bastelset für die Karten ( siehe unten) als auch eine Anleitung für die App vorbereitet und ausgeteilt. Die Bedienung der NoteWorks-App haben wir in der Stunde geübt.

Welche Töne abgefragt werden, markierst du dann auf einer Übersicht, die du ebenfalls austeilst.

Dann benötigst du noch ein paar Ausdrucke der Ergebniss-Tabellen, so dass jede Stufe ihre eigene hat.

One Minute Challenge in Aktion

Beginne nun am besten jede Stunde mit  den Notenlesekärtchen. Dann vergisst du es nicht – ich spreche aus Erfahrung…

Zuerst gibt es eine Aufwärmrunde, in der du noch etwas Hilfestellung geben kannst.

In der 2. Runde läuft dann die Stoppuhr mit und du hilft nicht mehr, sondern meldest dich nur, wenn der Schüler über seine Antwort nochmal nachdenken sollte.

Die erreichte Zeit trägst du dann in die entsprechende Tabelle ein. Alle Tabellen sollten für alle einsehbar sein. Meine hängen an einem Magnetboard und oft gucken die Schüler als allererstes dort nach den neuesten Ergebnissen.

Oh ja, hier entsteht ein bisschen  Konkurrenzkampf unter den Schülern. Genauso gut  fordert es aber jeden heraus, die eigene Zeit zu schlagen. Beides hilft dabei das Notenlesen auch wirklich zu üben.

Bewährt und bekannt

Diese Challenge habe ich auf dem Blogg der amerikanischen Klavierpädagogin Susan Paradis entdeckt. Die Idee ist von der ebenfalls amerikanischen Pädagogin und Autorin Jane Smisor Bastien.

Sie hat mit ihrem Mann James einige Klavierschulen und Ergänzungshefte in den 60er bis 80er Jahren herausgegeben. Ich habe bei sheetmusicplus.com die originalen „One Minute Club“ -Karten entdeckt. Hat man die Challenge gewonnen, ist man nämlich im Club!

Mein Fazit

Das Notenlesen ist es definitiv wert, immer wieder trainiert zu werden. Ich wünsche mir einfach, dass meine Schüler neue Stücke neugierig erlernen und erobern können.

Die studioweite One Minute Challenge gibt dem Notenlesen neuen Schwung!

Hier geht es zu den originalen Notenkärtchen auf der Seite von Susan Paradis. Dort findet ihr übrigens sehr viel Materialien und Spiele, schaut euch mal um.

Dazu kommen die passenden One Minute Challenge-Rückseiten (deutsch), die Bastelanleitung Notenkarten mit Stufeneinteilung und welche Töne dazu gehören, die One Minute Challenge-Tabelle und eine OMC Urkunde.

Viel Freude im Unterricht!

Hi und herzlich willkommen!

 

Ich bin Carina Busch, Dipl. Klavierpädagogin und möchte hier über Ideen und Erfahrungen in meinem Klavierunterricht schreiben.

Viele Themen sind bestimmt aber auch für andere Instrumentalpädagogen interessant.

Ich bin auf der Suche nach einem zeitgemäßen Unterricht, der meine Schüler anspricht und gleichzeitig fördert.

Noch ist der Blog  ziemlich leer, doch hier kommt eine kleine Vorschau auf das, was dich erwartet:

Themen

Ich mag Pop-Musik, doch möchte auch die Schönheit der klassischen Musik weitergeben. Für mich ist das kein Widerspruch. Egal welches Genre – jede Form von Musik berührt uns. Überall gibt es etwas zu lernen und ich persönlich mag die Abwechslung. Nach und nach werde ich dir die Hefte aus meinem Klavierunterricht vorstellen. Du findest sie dann oben im Menü unter Literatur.

Das Üben ist für uns Lehrer ein sehr wichtiges Thema. Ich kann mich eigentlich nicht beschweren, meine Schüler üben. Wie ich das mache und wie ich dies weiter verbessern möchte, kannst du hier bald lesen.

Ich bin ein Listen-Mensch und plane sehr gerne. Natürlich auch meinen Unterricht. Du wirst also etwas über meine Stundenprotokolle, regelmäßigen Evaluationen und Unterrichtsplanung erfahren.

Ich würde mich freuen, wenn du das ein oder andere aus meinen Beiträgen mitnehmen und ausprobieren würdest. Über Fragen, Anregungen und Kommentare würde ich mich sehr freuen.

Aber vor allem würde ich gern mehr von dir erfahren: Wo und wen unterrichtest du? Was ist dir wichtig? Und auf was für Probleme stößt du in deinen Stunden?

Lass es mich wissen! Du erreichst mich hier: carina(at)klavierunterrichtentdecken.de.

Bis bald!

Carina